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Punktwolke Grundriss pro Geschoss – klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist in der Praxis aber oft ein Geduldsspiel. Wer ein mehrgeschossiges Gebäude gescannt hat, kennt das Bild: Von oben betrachtet liegen Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachboden übereinander. Statt klarer Wände sieht man ein dichtes Punktegewirr, in dem keine Kontur mehr eindeutig erkennbar ist.
Eine Punktwolke enthält alles, was der Scanner erfasst hat – vom Kellerboden bis zum Dachfirst. Für einen Bestandsplan brauchen Sie aber genau einen Ausschnitt: den Horizontalschnitt auf Höhe des jeweiligen Geschosses. In vielen Programmen heißt das: Schnittbereich manuell setzen, Höhen eintippen, für jedes Geschoss wiederholen. Und sobald sich eine Geschosshöhe ändert, beginnt das Spiel von vorne.
Gerade im Bestand mit Emporen, Zwischenebenen oder unregelmäßigen Raumhöhen kostet das Zeit und bringt Fehlerquellen mit sich. Genau hier setzt die neue Funktion in ARCHLine.XP an.
Mit den erweiterten Punktwolken-Funktionen erzeugt ARCHLine.XP für jedes definierte Geschoss automatisch einen eigenen Filter – und damit eine eigene Grundrissdarstellung der Punktwolke. Andreas Kragl zeigt das im Video an einer Kirche, die mit dem DINO SLAM Scanner erfasst wurde.
Im Punktwolken-Menü drehen Sie die Punktwolke in die Seitenansicht und legen fest, auf welcher Ebene das Erdgeschoss und auf welcher das Obergeschoss beginnt. Ein kurzer Blick auf die Punkte genügt, die Ebenen sind klar erkennbar. Passt alles, bestätigen Sie die Eingabe.
Über den Menüpunkt Punktwolke – Filter – Geschossbezogene Filter legen Sie zwei Werte fest:
| Einstellung | Wert im Video | Wirkung |
|---|---|---|
| Schnitthöhe über Geschoss | 0 cm | Ab welcher Höhe die Punktwolke geschnitten wird |
| Schichtstärke | 20 cm | Wie dick die Scheibe ist, die im Grundriss sichtbar bleibt |
Mit OK bestätigen – und die geschossbezogenen Schnitte der Punktwolke werden sofort erzeugt. Sie lassen sich als Filter direkt im Grundriss darstellen.
Ändert sich etwas, aktualisieren Sie einfach die Grundrisse nach Geschossfilter. Sie müssen nichts neu einrichten und nichts doppelt eingeben.
Das Ergebnis im Video ist eindeutig: Im Erdgeschoss sind die Kirchenbänke sauber erkennbar. Ein Geschoss höher erscheinen die Emporen. Der Turm selbst wurde nicht gescannt, deshalb zeigt sich dort nur die Umrisskontur der vorderen Wand. Wie Sie solche Gebäude effizient erfassen, lesen Sie in unserem Beitrag zur Bestandsaufnahme historischer Gebäude mit dem 3D-Scanner.
Mit geschossbezogenen Filtern wird der Punktwolke Grundriss pro Geschoss zur Sache weniger Klicks. Sie sehen sofort, was auf welcher Ebene liegt, können direkt abmessen und den Bestandsplan herausarbeiten. Damit bleibt die Punktwolke nicht nur eine Punktwolke, sondern wird zur echten Planungsgrundlage.
Wie Sie aus den Schnitten anschließend einen sauberen Plan erzeugen, zeigt der Beitrag Punktwolke vektorisieren oder manuell zeichnen – so entsteht der DWG-Plan. Den gesamten Ablauf vom Scan bis zum Plan finden Sie im Scan-to-Plan-Workflow mit dem DINO SLAM Scanner.
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