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Stütze dämmen im BIM-Modell: Wärmebrücke korrekt behandeln

 

Beschreibung

Eine Stütze dämmen klingt nach einem Nebenschauplatz – doch genau an diesem Detail scheitern viele saubere BIM-Modelle. Überall dort, wo eine Säule die Dämmebene durchstößt, entsteht eine der hartnäckigsten Wärmebrücken am gesamten Gebäude. Wird die Dämmung im Modell nur grob „angeklebt“, stimmt am Ende weder die Darstellung im Grundriss noch im 3D-Schnitt – und damit auch nicht die bauphysikalische Bewertung.

Warum die Wärmebrücke an der Stütze so teuer ist

Stützen und Wände gehören zu den größten energetischen Schwachstellen der Gebäudehülle: Ein erheblicher Teil der Wärmebrücken am Gebäude entfällt auf genau diese Bauteile, mit spürbaren Auswirkungen auf die Heizenergieverluste. Hinzu kommt das Risiko von Kondensat und Schimmel an den Anschlusspunkten. Für Architekten, Baumeister und Tragwerksplaner heißt das: Wer die Stütze erst im Nachhinein dämmt oder die Dämmung im Modell falsch verortet, riskiert Fehler in Flächen- und Massenberechnungen, ungenaue Energienachweise und Korrekturschleifen. Genau hier setzt ein sauber modellierter Dämmungsbereich direkt in der BIM-Software an.

So dämmen Sie eine Stütze in ARCHLine.XP – Schritt für Schritt

Schritt 1: Dämmung der gesamten Stütze zuweisen
Weisen Sie der Säule zunächst eine Dämmung zu. In dieser Rohform ist das Ergebnis weder in 2D noch in 3D zielführend – das ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel.

Schritt 2: Dämmungsbereich gezielt bearbeiten
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Stütze und wählen Sie unter Bearbeiten den Punkt Dämmung bearbeiten. Jetzt legen Sie die Endpunkte des Dämmungsbereichs fest und definieren Abschnitt für Abschnitt genau die Zonen, in denen gedämmt werden soll. Mit OK bestätigen – die Dämmung ist nun exakt im richtigen Bereich aktiv.

Schritt 3: Der entscheidende Tipp – „Verschneiden“ deaktivieren
Wird die Dämmung angezeigt, die Stütze selbst aber nicht? Dann wählen Sie die Säule erneut aus und deaktivieren die Option Verschneiden. Andernfalls wird die Stütze an der Unterkante bzw. an der darunterliegenden Fundamentplatte abgeschnitten.

Schritt 4: Füllkörper in die Wand einfügen
Zum Schluss fügen Sie den erzeugten Füllkörper in die Wand ein. Damit ist die Situation sowohl im Grundriss (2D) als auch im 3D-Modell vollständig und thermisch korrekt dargestellt.

Das Ergebnis: ein konsistentes Modell statt Detailfehler

Wenn Sie eine Stütze auf diese Weise dämmen, bildet das Modell die Wärmebrücke realitätsnah ab – sauber in 2D, korrekt in 3D und verlässlich für alle nachgelagerten Auswertungen. Statt nachträglicher Korrekturen entsteht ein konsistentes BIM-Modell von Anfang an. Dasselbe Prinzip gilt übrigens für den gesamten Wandaufbau: Wie Sie Dämmschichten direkt am bestehenden Modell ergänzen, zeigen wir in unserem Beitrag Wandaufbau mit Dämmung in ARCHLine.XP anpassen. Und wer regelmäßig mit Stützen arbeitet, sollte auch das verbesserte Architekturraster, bei dem sich Stützen automatisch mitverschieben, kennen.

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