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Scan to BIM ist 2026 kein Nischenthema mehr. Die Kombination aus digitalem Bestandsaufmaß und BIM-Planung wird in der österreichischen Planungspraxis zunehmend zum Standard – nicht nur bei Großprojekten, sondern auch im täglichen Altbau-Betrieb kleiner und mittlerer Büros. Dieser Leitfaden zeigt, wie der Workflow in der Praxis funktioniert, welche Technologien sinnvoll sind und worauf es wirklich ankommt.
Scan to BIM beschreibt den Prozess vom physischen Gebäude zum digitalen Planungsmodell in vier Schritten: Bestandsaufnahme mit einem 3D-Scanner, Aufbereitung der Punktwolke, Ableitung von Grundrissen und Schnitten und schließlich die Modellierung des BIM-Modells in einer geeigneten Software.
Der entscheidende Unterschied zum klassischen Aufmaß: Die Punktwolke ist ein vollständiges 3D-Abbild des Gebäudes. Jedes Maß, das Sie nicht sofort bei der Begehung notiert haben, können Sie später am Bildschirm ablesen – ohne nochmals zum Objekt fahren zu müssen.

Beide Wege starten mit demselben Scan und derselben Punktwolke – der Unterschied liegt im Ergebnis. Scan to Plan bezeichnet die Ableitung von 2D-Plänen (Grundrisse, Schnitte, DWG) und ist im Bestands- und Sanierungsalltag der häufigste Fall. Scan to BIM geht einen Schritt weiter zum dreidimensionalen Gebäudemodell in Revit oder Archicad. Der DINO SLAM Scanner bedient beide Wege: 2D-Pläne direkt in der mitgelieferten Software, das BIM-Modell über den E57-Export.
Für den österreichischen Planungsalltag sind drei Technologien relevant:
Geräte wie Leica BLK360 oder FARO Focus liefern Millimeter-Genauigkeit und sind ideal für komplexe Industriebauten, historische Gebäude mit Sub-Millimeter-Anforderungen oder Großprojekte mit hunderten Standpunkten. Nachteil: hohe Anschaffungskosten (€ 20.000–80.000,-).
SLAM-Scanner (Simultaneous Localization and Mapping) wie der DINO funktionieren im Gehen. Keine Stative, kein GPS, kein Internet. Die Genauigkeit von ±2–4 cm ist in den allermeisten Fällen ausreichend für Bestandspläne, Sanierungsplanung, Energieausweise und Scan-to-BIM im Hochbau-Alltag. Entscheidender Vorteil: Die Daten werden direkt im Gerät optimiert – keine stundenlange Nachbearbeitung.
LiDAR in iPhone Pro oder iPad Pro ist für einfache Grundrissermittlung geeignet, stößt aber bei größeren Gebäuden und komplexen Geometrien schnell an Grenzen.
Für ein kleines oder mittleres Planungsbüro in Österreich empfiehlt sich dieser Workflow:
Schritt 1 – Bestandsaufnahme: SLAM-Scanner durch das Gebäude führen. Ein Durchgang pro Geschoss, Loops gehen. Die Punktwolke entsteht direkt im Gerät.

Schritt 2 – Transfer und Schnitte: Punktwolke per USB auf den Computer. In der DINO-Software Schnittebenen definieren – Grundrisse und vertikale Schnitte in wenigen Klicks.
Schritt 3 – Export: DWG- oder DXF-Export für die 2D-Planarbeit oder E57-Export für die BIM-Modellierung in ARCHLine.XP, AutoCAD, Revit oder Archicad etc.
Schritt 4 – BIM-Modellierung: In ARCHLine.XP, AutoCAD, Revit oder Archicad etc. importieren Sie die Punktwolke als Referenz und modellieren Wände, Decken und Öffnungen darüber. Die DINO-Datensätze sind kompakt (unter 200 MB) und öffnen sich auch ohne Hochleistungs-Workstation.

Österreichische Planungsbüros arbeiten mit der ÖNORM A 6241-2 als BIM-Grundlage. buildingSMART Austria koordiniert die nationale Implementierung. Für Scan-to-BIM im Hochbau gibt es keine spezifische Norm für die Scanner-Genauigkeit – die Anforderungen leiten sich aus dem jeweiligen Verwendungszweck ab: OIB-RL 6 (Energieausweis), Bestandsplanung und Entwurf oder Einreichunterlagen.
Für alle diese Anwendungen ist die Genauigkeit eines SLAM-Scanners (±2–4 cm) nach aktuellem Stand ausreichend, sofern keine Sub-Millimeter-Anforderungen (Denkmalpflege, Anlagenbau) vorliegen.
Der entscheidende Vorteil eines SLAM-Scanners wie des DINO liegt nicht nur in der Anschaffung (€ 7.850,- Komplettsystem), sondern in den laufenden Kosten: keine Cloud-Abos, keine Pflicht-Softwarelizenzen, keine Registrierungssoftware. Bei einem stationären Scanner kommen erfahrungsgemäß € 1.500–4.500,- pro Jahr allein für Software-Lizenzen dazu.
Für ein Büro mit regelmäßigen Bestandsaufnahmen amortisiert sich der SLAM-Scanner erfahrungsgemäß deutlich schneller als der stationäre Scanner, da der Zeitgewinn bei der Datenverarbeitung überwiegt.
Scan to BIM ist in der Praxis einfacher geworden, als viele glauben. Ein kompakter SLAM-Scanner ersetzt das manuelle Aufmaß bei Sanierungs-, Umbau- und Bestandsprojekten in den allermeisten Fällen – und die Ergebnisse sind direkt BIM-kompatibel. Für österreichische Baumeister, Architekten und Energieberater, die regelmäßig Bestandsgebäude aufnehmen, ist das der direkteste Weg zu effizienteren Prozessen.
Beide starten mit demselben 3D-Scan und einer Punktwolke. Scan to Plan leitet daraus 2D-Pläne ab – Grundrisse, Schnitte, DWG. Scan to BIM geht einen Schritt weiter und modelliert daraus ein dreidimensionales BIM-Modell, etwa in Revit oder Archicad.
Für Bestands-, Sanierungs- und Umbauprojekte im Hochbau ist eine Genauigkeit im Zentimeterbereich (±2–4 cm) in aller Regel ausreichend. Millimeter-Präzision ist nur bei Denkmalpflege oder Anlagenbau erforderlich.
Der Standard ist E57.