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Der Schritt dorthin – die Punktwolke vektorisieren – geht auf zwei Wegen: automatisch per Software oder manuell über Schnitte. Dieser Beitrag zeigt, welcher Weg im Bestandsbau schneller und zuverlässiger ist und wann sich welcher lohnt.
In Aktion sehen: Den kompletten Weg von der Punktwolke zur DWG/DXF-Datei zeigt unser Praxisvideo zum Scan-to-CAD-Workflow. Wie die Wanderkennung direkt in ARCHLine.XP funktioniert, sehen Sie im Video Quick 3D Scan direkt in ARCHLine.XP.
Eine Punktwolke ist eine Menge von Messpunkten im dreidimensionalen Raum – jeder Punkt hat X-, Y- und Z-Koordinaten. Ein moderner SLAM-Scanner wie der DINO erfasst dabei 320.000 Punkte pro Sekunde. Das Ergebnis: ein vollständiges digitales Abbild des Gebäudes.
Das Problem: Punktwolken sind Rohdaten. AutoCAD, ARCHLine.XP, Archicad und die meisten CAD-Programme arbeiten mit Vektoren – also Linien, Bögen, Flächen. Der Export in DWG oder DXF ist der entscheidende Schritt, der die Punktwolke zur arbeitsfähigen CAD-Zeichnung macht.

Der direkte Weg: In der Scanner-Software (z. B. der mitgelieferten DINO-Software) definieren Sie eine horizontale Schnittebene auf der gewünschten Höhe – typischerweise ca. 1 m über dem Fertigfußboden. Die Software zeigt alle Punkte in diesem Bereich als 2D-Draufsicht an. Daraus zeichnen Sie manuell Linien über die Wand-, Tür- und Fensterkanten.
Der Export erfolgt als DWG oder DXF – direkt importierbar in AutoCAD, ARCHLine.XP, Archicad, Allplan, BricsCAD und alle anderen gängigen CAD-Lösungen.
Vorteil: Sie haben die volle Kontrolle. Unklare Bereiche (Nischen, Schrägen, dichte Möblierung) können Sie bewusst vereinfachen oder durch Nachmessen ergänzen. Nachteil: Zeitaufwand bei sehr großen Gebäuden oder detailreicher Innenarchitektur.

„Automatisch“ ist nicht gleich „automatisch“. Entscheidend ist, ob die Software die Punktwolke geführt oder blind verarbeitet – und genau hier trennt sich die Praxis von der Theorie.
In einer BIM-Software wie ARCHLine.XP legen Sie die Schnittebene selbst fest; die Software erkennt daraufhin die Wandkanten aus der Punktwolke, ermittelt die Wandstärke und erzeugt die fertige Wand direkt im Modell – Sie prüfen und bestätigen. Dieser geführte Weg verbindet Tempo mit Kontrolle und führt in einem Schritt vom Scan zum BIM-fähigen Bauteil. Wie das konkret aussieht, zeigt unser Video zur Wanderkennung in ARCHLine.XP: https://www.it-concept.at/2026/03/25/dino-slam-scanner-punktwolke-archline-xp-grundriss-scan-to-bim/
Reine Vektorisierungs-Tools wie PointCab, Leica Cyclone oder ReCap Pro analysieren die gesamte Punktwolke und erzeugen die Linien in einem Rutsch. Das funktioniert bei sauberen, rechtwinkeligen Grundrissen gut. Bei Altbauten mit schiefen Wänden, alten Sprossenfenstern, Rohrleitungen an der Wand oder unregelmäßigen Grundrissen erzeugt der Algorithmus jedoch Fehler, die anschließend mühsam von Hand korrigiert werden müssen. In der Praxis berichten viele Anwender, dass diese Korrektur länger dauert als das saubere manuelle Zeichnen von vornherein.
Für den DACH-Planungsalltag – typischerweise Bestandsgebäude der 1960er- bis 1990er-Jahre, Sanierungen, Umbauten – hängt die beste Wahl vom Zielformat ab. Wollen Sie ein BIM-Modell, ist die geführte Wanderkennung in ARCHLine.XP der schnellste Weg: ein Schritt vom Scan zur bemaßten Wand. Brauchen Sie „nur“ einen sauberen 2D-Plan in DWG oder DXF, ist das manuelle Zeichnen über horizontale Schnitte in den meisten Fällen am zuverlässigsten – die Punktwolke liefert dabei eine deutlich präzisere Grundlage als jede Handskizze.
Die vollautomatische Vektorisierung mit Spezial-Tools lohnt sich vor allem bei sehr großen, regelmäßigen Gebäuden (Bürokomplexe, Hallenflächen) oder wenn hohe Stückzahlen in kurzer Zeit verarbeitet werden müssen.

Der Weg von der Punktwolke zur DWG-Datei ist kürzer als oft angenommen. Mit einem kompakten SLAM-Scanner, der die Rohdaten direkt im Gerät zu einer sauberen Punktwolke optimiert, entfällt die aufwändige Datenverarbeitung. Was bleibt, ist die eigentliche Planarbeit – und die ist mit einer präzisen Punktwolke als Grundlage schneller und fehlerärmer als mit einer Handskizze. Genau dieser Weg vom Scan zum fertigen 2D-Plan wird auch als Scan to Plan bezeichnet.
Sie definieren in der Scanner-Software eine horizontale Schnittebene, zeichnen über die sichtbaren Wandkanten Linien und exportieren das Ergebnis als DWG oder DXF – direkt importierbar in ARCHLine.XP, AutoCAD oder Archicad, etc.
Das hängt von der Software ab. Die geführte Wanderkennung in einer BIM-Lösung wie ARCHLine.XP ist schnell und zuverlässig, weil Sie die Schnittebene vorgeben und das Ergebnis bestätigen. Reine, vollautomatische Vektorisierungs-Tools stoßen bei Altbauten mit schiefen Wänden dagegen an Grenzen – dort ist das manuelle Zeichnen über eine präzise Punktwolke oft schneller.
Für 2D-CAD nutzen Sie DWG oder DXF. Für die 3D-BIM-Weiterverarbeitung in ARCHLine.XP, Revit oder Archicad etc. ist E57 der passende Standard.